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Ab Januar 2014 wieder American Football beim PSV
Nach langer Abstinenz hat der PSV Flensburg ab Januar 2014 wieder eine American Football Abteilung. Die North Eastern Emmets wechseln geschlossen zum PSV und werden ab April in der Landesliga SH/HH/Nds des American Football Spieleverbund Nord versuchen, ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. Gelang es doch den North Eastern Emmets, ihre erste Saison 2013 als Liga-Zweiter zu beenden. Somit werden sie, nach dem Aufstieg des Liga Meisters, der Norderstedt Beavers, als Favoriten gehandelt.
Da durch die schwierige Situation des VfB Nordmark keine Lizenz für die kommende Saison beantragt werden konnte, war ein Wechsel des Vereins für die Footballer der einzig mögliche Weg, um auch 2014 am Ligabetrieb teilnehmen zu können.
„Es war eine nicht leichte Entscheidung, den VfB zu verlassen, der uns erst im Oktober 2012 so freundlich aufgenommen hat“ so Abteilungsleiter Jaan Süchting. „Gleichwohl mussten wir diesen Weg gehen, um die Mannschaft, die sich im letzten Jahr zu einem großartigen Team mit viel Kampfgeist und einem tollen Teamspirit entwickelt hat, nicht auflösen zu müssen.“ Denn das wäre wahrscheinlich passiert, wenn die Emmets nicht am Ligabetrieb hätten teilnehmen können.
„Der Name NORTH EASTERN EMMETS wird beibehalten, den er ist ein wichtiger Bestandteil und Aushängeschild des Teams. Emmets (umgangssprachlich im cornischen [ Cornwall im Süd-West Englands ] für Ameisen) ist Synonym für Fleiß, Teamgeist, Ausdauer und Stärke sowie gemeinsames Fokussieren auf ein Ziel, alles Attribute, die natürlich nicht nur beim American Football wichtig sind, die aber das Team prägen und verkörpern sollen“, so der Chef-Trainer der Emmets, Heiko Kroll.
Der Namenszusatz North Eastern ( Nord Osten ) bleibt Ausdruck dafür, dass der PSV nicht nur Interessierte aus der Stadt Flensburg, sondern auch aus den Kreisgebieten mit diesem Sportangebot ansprechen will.
Nachdem es bereits vor ca. 30 Jahren American Football gegeben hat, damals die East Coast Admirals, soll nun wieder auf dem Gelände des PSV Flensburg um Yards und Touch Downs gekämpft werden. Gerechnet wird mit ca. 4-5 Heimspielen auf dem A-Platz an der Westerallee und ebenso vielen Auswärtsspielen in Schleswig-Holstein, Hamburg und eventuell auch Niedersachsen. Die Ligazusammensetzung und die Spieltermine für 2014 werden voraussichtlich im Februar feststehen und dann zeitnah veröffentlicht.
„Wir freuen uns sehr, dass es weitergeht, und wir hoffen, dass uns auch in unserer neuen Heimat beim PSV die Zuschauer treu bleiben. Wir haben ein tolles Team, das in der Lage ist, auch in der kommenden Saison attraktive Spiele zu zeigen und „oben“ in der Tabelle mitzuspielen.“ meint Defense Coach Volker Struck-Berg.
Zum American Football hier ein kurzer geschichtlicher Abriss und einige kurze Bemerkungen zum Spiel selbst:
American Football oder auch kurz Football ist eine aus den Vereinigten Staaten stammende Ballsportart. American Football wurde erstmals 1869 an Universitäten, zum Beispiel der Rutgers University und der Princeton University, die am 6. November 1869 das allererste Spiel bestritten, im Osten der Vereinigten Staaten gespielt. In den nächsten Jahren hielten vor allem die Universitäten Harvard, Yale, Columbia und Princeton einige Turniere ab. Football hat seine Wurzeln im Fußball, Rugby und Canadian Football.
In seinen Anfangsjahren war American Football weit gefährlicher als heute. Die Spieler hatten keine Schutzausrüstung, und viele der heute gültigen Regeln zum Schutz der Spieler existierten nicht, insbesondere wurde der Ballträger oft von seinen Teamkameraden vorwärts geschoben. Nachdem im Jahre 1905 achtzehn Tote infolge von Spielunfällen zu beklagen waren, forderte US-Präsident Theodore Roosevelt neue Regeln, um das Spiel sicherer zu machen. Dies führte 1906 zur Einführung der neutralen Zone zwischen den Linien, zur Regel, dass mindestens sechs (gegenwärtig sieben) Spieler an der Line of Scrimmage stehen müssen, sowie zu verschiedenen anderen Schutzregeln. Die weitreichendste Änderung war die Einführung des Vorwärtspasses, während bis zu diesem Zeitpunkt lediglich Laufspielzüge und Rückwärtspässe erlaubt waren.
1910 wurden schließlich die verschränkten Formationen verboten, was zu einem Rückgang von zum Teil tödlichen Verletzungen führte. 1912 wurden die Größe des Spielfeldes und die Zählweise der Punkte neu festgelegt sowie der vierte Versuch (Down) eingeführt. Damit erhielt das Spiel schließlich seine moderne Form. Bis heute werden allerdings jedes Jahr aufs Neue Regeln modifiziert, sowohl mit dem Ziel der verbesserten Sicherheit der Spieler als auch im Bestreben, die Attraktivität für den Zuschauer weiter zu steigern.
Im Verlauf eines Spiels versuchen zwei Mannschaften aus je elf Spielern, den Spielball in die gegnerische Endzone zu bringen oder ein Field Goal zu erzielen, um Punkte zu gewinnen. Die sich im Ballbesitz befindende Mannschaft (Offense, englisch für Angriff) kann durch Werfen (Passing) oder Laufen (Rushing oder Running) einen Raumgewinn erreichen, der schließlich durch einen Touchdown oder ein erzieltes Field Goal zu Punktgewinnen führt. Die verteidigende Mannschaft (Defense, englisch für „Verteidigung“) versucht, die Offense daran zu hindern und selbst in Ballbesitz zu kommen. Dabei steht immer entweder nur die Offense oder nur die Defense einer Mannschaft auf dem Platz. Sobald die Offense es nach vier Versuchen nicht schafft, einen Raumgewinn von zehn Yards zu erlangen, wechselt das Angriffsrecht. Gewinner ist das Team, das nach Ablauf der Spielzeit die meisten Punkte erzielt hat.
Wie in jedem anderen Team hat jeder Spieler eine bestimmte Position, auf der er spielt. Aufgrund der vielen verschiedenen und vielseitigen Positionen kann American Football sowohl von großen oder schweren als auch von kleinen oder leichten Spielern gespielt werden.