Bericht des 1. Vorsitzenden

Liebe Sportfreundinnen,                                                                                                                              liebe Sportfreunde,
beim Verfassen meines Berichtes über das abgelaufene Geschäftsjahr habe ich lange darüber nachdenken müssen, wie ich dieses Jahr bewerten könnte. Es war jedenfalls eines der schwierigsten Jahre während meiner Amtszeit, die ja nun auch schon länger andauert. Und es waren keine hausgemachten Probleme, weil es vielleicht Streitereien unter den Sportlern gegeben hätte. Hier lief im Grunde alles im normalen Rahmen ab. Nein, es war eine Situation, auf die wir nur schwer Einfluss nehmen konnten. Kurzum: Der Bau der Flutlichtanlage hat uns immer wieder in schwierigste Situationen gebracht. Immer wieder neue Auflagen durch die Baubehörde mit dadurch weiter steigenden Kosten brachten den Vorstand in ganz schwierige Entscheidungsprozesse. Auf der einen Seite sahen wir die einmalige Gelegenheit, einen entscheidenden Schritt nach vorn zu kommen, auf der anderen Seite waren wir zeitweise bei einem Kostenfaktor von deutlich über 70.000 Euro angelangt. Das hätte alle unsere Möglichkeiten gesprengt. Nach und nach erreichten wir durch zähe Verhandlungen und andere Aufbaumöglichkeiten einen Wert, der immer noch mit rund 50.000 Euro einen für uns extrem hohen Kostenfaktor darstellt, dem wir dann aber nach langen Diskussionen zugestimmt haben, um zukunftsfähig zu bleiben. Ich danke ausdrücklich meinen Vorstandskolleginnen und -kollegen, dass sie diese sehr schwierigen Entscheidungen mitgetragen haben, wohlwissend, dass dieses finanzielle Engagement für zumindest das Jahr 2013 – vielleicht auch noch 2014 – mit Einsparungen und einer hohen Kostenkontrolle verbunden bleiben wird.
Gerade diese immerwährenden Diskussionen über das Flutlichtthema machte die Arbeit so zerrissen. Wir konnten nicht wirklich weitere Planungen in Angriff nehmen, weil wir warten mussten, bis wir endlich das Schlussangebot erhielten. Und dann hatten wir auch schon den Monat Oktober zu fassen, und das Haushaltsjahr neigte sich dem Ende zu.
Liebe Sportfreundinnen, liebe Sportfreunde, letztlich hat sich das zähe Ringen gelohnt, die Flutlichtmasten stehen, in diesem Jahr wird die Stadt ihr Versprechen umsetzen und den gesamten Platz sanieren, so dass wir positiv ins Jahr 2014 schauen können. Aber das Jahr 2013 müssen wir noch überstehen. Und das ist eben nicht nur finanziell, sondern auch organisatorisch mit Einschränkungen verbunden. Hier erlebe ich aber aus der betroffenen Fußballabteilung, dass diese Situation akzeptiert wird. Wir handeln hier gemeinsam nach dem Motto: Wenn man vier Jahre um eine Verbesserung gekämpft hat, diese dann sichtlich eintritt, dann spielen die letzten Monate Wartezeit auch keine wesentliche Rolle mehr.“
Allerdings bleibt ein großes organisatorisches Problem, dass wir nicht ohne Hilfe der Stadt meistern können. Unsere Anfrage an die Verwaltung hat bislang leider nicht dazu geführt, uns zu helfen. Es geht um eine zeitlich befristete Nutzung eines Schulsportplatzes. Wir wollen nicht wie Roter Stern Flensburg eine Dauernutzung, sondern wir möchten für die schwierige Überbrückungszeit während der Sanierungsphase unseres B-Platzes gern auf dem Schulsportplatz an der Gemeinschaftsschule West lediglich zwei Trainingseinheiten abhalten. Dieser Platz wird nach unseren Beobachtungen sehr wenig genutzt, befindet sich in einem vernünftigen Zustand, so dass es doch möglich sein muss, uns für diese Übergangszeit zu unterstützen. Hier brauche ich eure Hilfe, liebe Politiker. So wie ihr einst Roter Stern unterstützt habt, bitten wir euch für diese Saison – und ich betone: nur diese Saison – um die Genehmigung der Nutzung des Schulsportplatzes. Sprecht bitte mit der Verwaltung und helft uns. Wir möchten nämlich nicht, dass aufgrund von fehlenden Trainingsmöglichkeiten Mannschaften ihren Spielbetrieb einstellen, zumal wir ja im Jahr 2014 über ausgezeichnete Bedingungen verfügen werden. Schon im Voraus bedanke ich mich hier für eure Unterstützung.
Es ist noch eine weitere Situation im letzten Jahr eingetreten, die wir so nicht erwartet hatten. Als ich euch auf der letzten Jahreshauptversammlung stolz das 1.111 Mitglied vorstellen konnte, erfolgte im 1. und 2. Quartal 2012 ein noch nie in dieser Höhe wahrgenommener Einbruch von Mitgliederzahlen. Wir stellten über 100 Nettoaustritte fest, so dass wir im Sommer 2012 noch bei rund 1.010 Mitgliedern waren. Dieses konnten wir uns nicht wirklich erklären. Was aber dann passierte, ist ebenfalls einmalig. Nach der Sommerpause boomte der Mitgliederzuwachs. Insbesondere freuten wir uns über den Eintritt von rund 35 Mitgliedern der Adelbyer Tanz-und Trachtengruppe, die sich als Verein auflösten und jetzt ihren Sport bei uns ausüben An dieser Stelle begrüße ich euch sehr herzlich und wünsche uns eine lange und positive Zukunft.
Auch die Fußballjugend expandierte, die Mitgliederzahl im Bereich ProSanita nahm stark zu, und ebenfalls die Floorballer konnten viele neue Mitglieder begrüßen. Dies alles führte dazu, dass wir am 31.12.2012 – dem Stichtag unseres Geschäftsjahres – eine Mitgliederzahl mit einer weiteren Steigerung auf 1.176 zu verzeichnen hatten. Und diese Zahl konnten wir bis heute halten.
Wer hätte das nach dieser „Delle“ der ersten Jahreshälfte  gedacht? Gern hätten wir an dieser Stelle eine kleine Tanzdarbietung von Jugendlichen der Tanzsparte gesehen. Aber die Windpocken haben es verhindert. Wie ihr jedoch schon aus der Tischvorlage habt ersehen können, planen wir die Einweihung unseres neuen großen Übungsraumes im Bereich ProSanita durch verschiedene Darbietungen aus der Tanzsparte – von ganz klein bis ganz groß. Da werden dann auch die Mädchen von heute ihren Auftritt haben. Bitte notiert euch hierzu den 03.05. um 18.30 Uhr, wir hoffen dabei auf viele Zuschauer.
Ich habe euch vor einigen Jahren gesagt, dass unser Verein fit gemacht werden muss für das Jahr 2020. Das Jahr 2020 war fiktiv, gemeint war damit die mittlere Zukunft. Ihr beobachtet sicherlich auch, wie schwer es viele Vereine haben, sich in der neuen Sportwelt zu behaupten, wie deutlich dort auch Mitgliederrückgänge zu verzeichnen sind, wie besonders aber auch die wirtschaftlichen Herausforderungen nicht mehr gemeistert werden können. Nicht ohne Grund kommt es zu Vereinszusammenschlüssen.
Ich darf für den PSV feststellen, dass wir uns keinen „großen Bruder“ ins Haus holen müssen, damit wir unsere Aufgaben erfüllen können. Unser Verein ist im Jahr 2013 sowohl organisatorisch wie auch finanziell so gut aufgestellt, dass wir den Herausforderungen dieses Jahrzehnts aus heutiger Sicht gewachsen sind. Gleichwohl sind auch wir weiterhin offen, wenn andere Vereine mit uns gemeinsam neue Ziele suchen möchten. Da könnten wir dann selbst der gesuchte „große Bruder“ sein.
An dieser Stelle sei mir gestattet, einen Ausblick auf das Jahr 2014 zu nehmen. In diesem Jahr wird der PSV Flensburg nämlich stolze 90 Jahre alt. Natürlich möchten wir dieses Jahr festlich begehen. Dazu sind einige Planungen schon abgeschlossen. Der Startschuss in das Festjahr wird das Fußballereignis „Team-Cup“ im Januar sein.  Danach notiert euch bitte den 22.02.2014 als den Termin, an dem wir ein Tanzfest im Hotel des Nordens vorbereiten – in der Tradition etwa der legendären „Grün-Weißen-Nacht“. Hier würden wir uns über eine sehr rege Teilnahme freuen. Sobald der Festausschuss hierzu Näheres ausgearbeitet hat, wird der Vorstand den „Startschuss“ zum Kartenverkauf geben.  Zusätzlich sollen natürlich andere Aktivitäten besonders auch der Jugend stattfinden, hierzu laufen ebenfalls weitere Vorbereitungen, über die dann rechtzeitig berichtet wird.
Ich wünsche mir für das vor uns liegende Jahr, dass wir alle gesund bleiben, dass wir weiterhin Freude haben, Sport im PSV zu betreiben, dass alle Mitglieder wie bisher ein positives Miteinander leben, dass wir unsere gesteckten Ziele erreichen und dass ihr auch zukünftig Vertrauen zu eurem gewählten Vorstand habt.

Vielen Dank.